Chord NOTE

Chord NOTE
Hidenori Matsuoka
Version: 4.5
Größe: 16.79 MB
Erschienen: 30.04.2010
Preis: 3,59 EUR
Testnote:
Bewertung: 3 von 5 Schrauben
User-Note:
 
 

Kleine Inspiration für Songwriter

Zuerst kommt eine Melodie, dann das harmonische Gerüst. So gehen viele Musiker beim Komponieren vor. Doch was, wenn keine Akkorde zur hitverdächtigen Hookline einfallen? Schnelle Abhilfe soll das von Hidenori Matsuoka entwickelte App "Chord Note" schaffen. Der Japaner ist selber Musiker und sollte kompetent helfen können.

 
 
Das Tool verfolgt ein Ziel: Es soll dem modernen Songwriter assistieren bei der Suche nach passenden Begleitakkorden zur eigens ausgedachten Melodie. Das funktioniert so: Sie wählen auf der Tastatur einen Ton oder mehrere Noten der Melodie, die Ihnen vorschwebt. Nun bereits bietet die App wahlweise in der Chord- oder Key-Ansicht die möglichen Akkorde und Akkordtöne für die ausgewählten Melodietöne. Bei Chords sind Akkordsymbole zu sehen, bei Key Tab lassen sich notierte Skalen abspielen, was schon inspirierend sein kann.
 
Geben Sie recht wenige Töne ein, bekommen Sie viele Akkorde vorgeschlagen. Diese vielen Auswahlmöglichkeiten verwirren mehr als sie Ihnen tatsächlich helfen. Mit "Chord Rule" lässt sich daher das Aufgebot einschränken, beziehungsweise etwas genauer festlegen. Sie können sich nur Dreiklänge oder Dreiklänge und Septimakkorde anzeigen lassen. In Moll und Dur können zudem Substitutakkorde gesucht werden, die - sparsam wie gezielt verwendet - raffiniert klingen. Dann sehen und hören Sie auch einmal exotischere Akkorde wie EbM7#5.
 
Das Handling ist nicht ganz so einfach zu kapieren, ein Tutorial Video könnte den Anwender mit der App gezielter und insgesamt schneller vertraut machen. Nur versierte Musiker werden die englischsprachige Anleitung sofort verstehen. Doch der eigentliche Schwachpunkt: Harmonische Verläufe folgen oft auch der rhythmischen Gestaltung einer Melodie. Mit Chord Note können Sie aber nicht rhythmisch eine zwei- oder viertaktige Melodie einspielen und dann nach Akkorden suchen lassen. Der Preis setzt klare Grenzen beim Möglichen.
 
 
Fazit

Pfiffige Idee, doch nicht immer sinnvoll in der Praxis. Einerseits bringt Chord Note den Anwendern, die weder den Musikleistungskurs besucht haben noch ein Instrument beherrschen, eigentlich keinen großen Nutzen. Wenn das App symbolisch einen c-Moll Akkord mit kleiner Septime vorschlägt, ist der Laie schlichtweg überfordert. Anderseits kennen gute Songwriter ohnehin ihren Fundus an Harmonien bereits und lassen sich wohl kaum gern von einem iPhone oder iPodTouch dirigieren. Doch zumindest in einem Fall ist die App gut: Während kreativer Durststrecken kann es einige praktische Tipps und Ideen beim Komponieren geben, ohne die klassische Harmonielehre ersetzen zu wollen. Und solche Momente kommen leider öfter als man möchte ... . (sam)

 
 
 
 
 
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